24jährige Stammesfehde

Bei dem Mannschaftseinsatz im März 1976, an dem ich teilnahm, kamen wir auch auf die Farm von Hogart Joosten, einem Farmer holländischer Abstammung. Sein Gebiet heißt Mount Elias. Er bewirtschaftet 640 Acres, das sind 256 ha.

Acht Kilometer von seinem Hof entfernt bekämpfen sich zwei Stämme, die ursprünglich einen einzigen Stamm bildeten. Der größere Teil des getrennten Stammes heißt Ngubane, der kleinere Ntanzi.

Die Ngubane wohnen im Kreis um die Ntanzi herum, so daß der kleinere Stammesteil kaum Bewegungsfreiheit hat. Seit 1952 morden sie sich gegenseitig. Einige Jahre herrschte angeblich Frieden, aber der Haß brach im Jahr 1975 erneut aus. Das bedeutet, daß kein Mann nachts schlafen kann, weil er stets eines Angriffs gewärtig sein muß.

Die Männer, die auswärts arbeiten, etwa in Durban oder Johannesburg, bekämpfen sich dort weiter. Kommt ein solcher Arbeiter einmal zurück in seine Heimat, muß er sehr aufpassen, sonst wird er sofort umgebracht. Hogart Joosten erzählte mir, daß sie einen Heimkehrer von Durban gewarnt haben. Er schlug die Warnung in den Wind und wurde prompt überrascht und getötet. Als wir im März 1976 im Gebiet von Mount Elias weilten, wurde uns gesagt, daß in der ersten Monatshälfte wieder drei Männer vom gegnerischen Stamm umgebracht worden waren. Ein Fall ist besonders tragisch.

Ein junger Mann, der mit vielen Frauen und Kindern geflohen war, wurde von einer Kugel getroffen. Er lebte noch, als die Mutter sich über ihn warf und um sein Leben bat. Die Gegner stießen die Frau weg und erdolchten den Sohn. Es muß erwähnt werden, daß nur Männer getötet werden, keine Frauen.
Die Mordkommandos machen auch vor den Gehöften der Weißen nicht halt. Hogart erzählte mir, daß eines Tages sieben Zulus auf seiner Farm erschienen waren und seinen Traktorfahrer suchten, der zum gegnerischen Stamm gehört. Sie drangen in sein Haus ein und gaben zehn Schüsse auf ihn ab. Vier davon gingen ab, die anderen sechs Kugeln lagen auf dem Boden. Die Zündvorrichtung hatte nicht funktioniert. Das Opfer wurde an der Hand getroffen. Er ist Vater von fünf Kindern und muß sich seitdem verstecken. Einige Weiße kümmern sich um ihn, damit er in einer anderen Gegend auf einer Farm Arbeit findet. Wenn Zulus Flüchtende verstecken, werden sie ebenfalls getötet.

Nach dem Bekanntwerden dieser Mordserie unter den beiden Stämmen wurde der König der Ngubane vor den Polizeipräsidenten geladen. Man machte ihm wegen der Mordgeschichten Vorwürfe. Der König lachte nur und erklärte: »Das ist seit 1952 so. Da kann man nicht viel unternehmen.« Er selbst aber brachte sich nunmehr in Sicherheit.

Manche Zuluhäuptlinge haben die Kraft des Evangeliums erkannt. Sie ahnen, daß nur die Botschaft von Jesus Christus den Stammeskämpfen ein Ende bereiten kann. So hat der König der Muntu Ngubane Erlo gebeten: »Kommt zu uns, damit euer Evangelium den Stammeskriegen ein Ende bereitet.«

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Buchvorstellung

Autor: Bärbel Koch

Erlebnisse aus dem Erweckungsgebiet Kwasizabantu, mit Bildern

96 Seiten, 48 Bilder, 6,50 €

Leseprobe:

Als Mitglied einer Gesangsgruppe, den »Black Mombasos«, führte David ein flottes Leben, in dem Mädchen, Alkohol und allerlei andere Vergnügungen eine große Rolle spielten. In vollen Zügen genoß er, was die Welt ihm bot, ohne nach Gott zu fragen...

Menschen berichten...

Die nächste Station war Johannesburg, wo Donavan Kontakt zu anderen Homosexuellen bekam. Viele trugen Frauenkleider, wie er. Sie gaben sich auch jeweils weibliche Vornamen und sprachen die international bekannte Homo-Sprache "Gayla"...

Aus dem Buch "undefinedWo ist ein Gott, wie du bist?"

Erweckung

"Gott ist souverän. Aber die Tatsache, dass Gott souverän ist, hebt nicht die Verantwortung des Menschen auf. Gott schenkt Erweckung. Aber wir sind die menschlichen Akteure, durch die Erweckung möglich ist." (Duncan Campbell)

Zitat Dr. Koch

"Befreiung aus okkulter Belastung ist nur über Christus möglich durch eine Generalbeichte. Wer frei werden will, muss sich rückhaltslos Jesus Christus ausliefern."